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Über Bluterkrankungen

Unter dem Begriff Bluterkrankungen fasst man Erkrankungen des Blutes und
blutbildenden Systems sowie des Lymphsystems zusammen. Dazu gehören sowohl
gutartige Erkrankungen wie Anämie, Thrombosen und Blutgerinnungsstörungen,
als auch Tumorerkrankungen wie Leukämie und Lymphome.

Bluterkrankungen können einerseits sehr häufig vorkommen wie Anämien und Thrombosen (> 600.000 Neuerkrankungen/Jahr in Europa), können aber andererseits auch sehr seltene Erkrankungen sein wie Leukämien (800 -1.000 Neuerkrankungen pro Jahr in Österreich). Für diese seltenen Erkrankungen ist ein besonders hoher Spezialisierungsgrad notwendig. Wichtig ist, durch moderne diagnostische Methoden die Krankheiten gezielt und rasch zu diagnostizieren, um entscheiden zu können, ob eine Betreuung in einem spezialisierten Zentrum notwendig ist oder ob die weitere Betreuung nach Diagnosestellung durch Hausärzte oder Internisten erfolgen kann. Für diese Fragestellungen sind HämatologInnen speziell ausgebildet.

Für PatientInnen und Angehörige ist es wichtig, in einer Krankheitssituation, in der eine eingreifende medikamentöse Therapie, unter Umständen eine Tumortherapie, notwendig werden könnte, sich SpezialistInnen wie den HämatologInnen anzuvertrauen.