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Hauptinhalte

Anämie im Allgemeinen

Priv.-Doz. Dr. Niklas Zojer

Wilhelminenspital
1. Medizinische Abteilung, Zentrum für Onkologie und Hämatologie; Pavillon 23

Montleartstraße 37
1160 Wien

+43-1-491502101
+43-1-491502109
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www.wienkav.at
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„Eine Anämie ist ein Mangel an roten Blutkörperchen. Das sind Zellen des Blutes, die für den Sauerstofftransport von der Lunge zu den Geweben zuständig sind. Bei Feststellung einer Anämie sollte eine genaue Abklärung der Ursachen erfolgen", sagt Dr. Zojer.

Diagnose, Behandlung & Nachsorge

Diagnose

Die Diagnose einer Anämie wird mittels eines Blutbildes gestellt. Mit dem Blutbild werden die Zellen des Blutes untersucht. Meist erfolgt die Auswertung maschinell, in manchen Fällen kann die zusätzliche Untersuchung eines Blutausstriches unter dem Mikroskop notwendig sein. Im Blutbild kann die Anämie anhand verschiedener Faktoren beurteilt werden. Die Erythrozytenzahl gibt die Zahl roter Blutkörperchen, der Hämoglobinwert die Konzentration des roten Blutfarbstoffes im Blut an. Je niedriger die Erythrozytenzahl und der Hämoglobinwert, desto ausgeprägter die Anämie. Von der Größe und dem Aussehen der roten Blutkörperchen können manchmal schon Indizien gewonnen werden, die auf die Ursache der Anämie hinweisen. In den meisten Fällen sind aber Spezialuntersuchungen notwendig, um die Ursache eindeutig zu bestimmen.

Behandlungsmöglichkeiten

Die Behandlung einer Anämie ist abhängig von deren Schwere und Ursache. Ist eine rasche Behebung einer schweren Anämie notwendig, ist die Gabe von Blutkonserven erforderlich. In anderen Fällen ist es ausreichend, die Ursache der Anämie zu bekämpfen und dann zu warten, bis sich die Blutwerte selbstständig bessern. Mangelzustände können durch die Gabe von Vitamin B12 (intramuskuläre Injektion), Folsäure (Tabletten) oder Eisen (Tabletten, intramuskuläre Injektion oder Infusion) ausgeglichen werden. Die Bildung von roten Blutkörperchen im Knochenmark wird auch durch ein Hormon angeregt, das in der Niere produziert wird, dem sog. Erythropoietin. Dieses Hormon steht auch als Medikament (als subkutane Injektion) für die Fälle von Anämie zu Verfügung, bei denen ein Erythropoietinmangel zumindest mitursächlich ist (vor allem Anämie durch Nierenerkrankungen, weil hier das kranke Nierengewebe nicht mehr ausreichend Erythropoietin bilden kann, aber auch Anämie durch eine Krebserkrankung, die chemotherapeutisch behandelt wird).

Nachsorge

Nach Diagnose und Behandlung einer Anämie wird gemeinsam mit dem Arzt ein Nachsorgeprogramm festgelegt. Je nach der Ursache der Anämie ist die Gestaltung der Nachsorge sehr unterschiedlich. Blutbildkontrollen können im Verlauf zeigen, wie gut eine Anämie auf die Behandlung anspricht. Ist eine Krebserkrankung die Ursache der Anämie, sind mitunter zusätzliche Kontrollen notwendig, um festzustellen, wie erfolgreich der Krebs behandelt werden konnte (z. B. Magen-, Darmspiegelung, Röntgen-, Ultraschalluntersuchungen).