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Hauptinhalte

Blutungserkrankungen

Univ.-Prof. Dr. Ingrid Pabinger

Universitätsklinik für Innere Medizin I - Medizinische Universität Wien
Klinische Abteilung für Hämatologie und Hämostaseologie

Währinger Gürtel 18-20
1090 Wien

+43-1-404004410
+43-1-404004030

www.haematologie-wien.at
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Öffnungszeiten: von Montag bis Freitag 08:00 - 17:00 Uhr

„Die wichtigste Aufgabe des Gerinnungssystems ist der Schutz vor anhaltenden Blutungen bei Verletzungen und Operationen. Wenn einzelne oder mehrere Faktoren des Blutgerinnungssystems gestört sind, kann es zu Blutungen kommen ", sagt Univ. Prof. I. Pabinger.

Blutungserkrankungen

Der Gerinnungsprozess

Die wichtigste Aufgabe des Gerinnungssystems ist der Schutz vor anhaltenden Blutungen bei Verletzungen oder Operationen. Da dies für das Überleben sehr wichtig ist, funktioniert die Blutgerinnung bei den meisten Menschen sehr gut. Das Gerinnungssytem umfasst Blutgerinnungsfaktoren und Zellelemente des Blutes. Bei Aktivierung des Gerinnungssystems läuft es wie eine Kaskade ab, indem die Gerinnungsfaktoren nacheinander aktiviert werden und sich auch in Rückkopplungsmechanismen verstärken. Dabei treten die Gerinnungsfaktoren mit den Blutplättchen (Thrombozyten) und der Gefäßwand in Kontakt. Das Ergebnis des Gerinnungsvorganges ist ein Gerinnsel, das aus einem Blutplättchenhaufen, der von einem dreidimensionalen Netz aus Fibrinfäden durchwoben ist, besteht. Im Gerinnsel sind auch rote und weiße Blutkörperchen (Erythrozyten und Leukozyten) enthalten. Ein System aus Gegenspielern (Inhibitoren) von Blutgerinnungsfaktoren beschränkt und beendet den Gerinnungsprozess, da es ja sonst zu unerwünschten Gefäßverschlüssen käme. Ein weiteres System löst das Gerinnsel später wieder auf (Fibrinolyse-System).

Wenn einzelne oder mehrere Faktoren des Blutgerinnungssystems gestört sind, kann es zu Blutungen kommen. Die Stärke der Blutungsneigung ist abhängig von der Art der Störung und der Stärke der Ausprägung.

Angeborene Blutgerinnungsstörungen, die eine Blutungsneigung nach sich ziehen, sind sogenannte „Seltene Erkrankungen“, das heißt, sie kommen bei weniger als einer Person auf 2000 Einwohner der Bevölkerung vor.