zum Aufreißer springen  zur Hauptnavigation springen  zur Seitennavigation springen  zur Artikelnavigation springen  zum Inhalt springen  zum Zusatzinhalt springen  zur Breadcrumbnavigation springen 

Logo krebs-patienten.info
Logo Initiative OeGHO


Hauptinhalte

Chronische Myeloische Leukämie (CML)

Prim. Univ.-Prof. Dr. Andreas Petzer

Ordensklinikum Linz - Barmherzige Schwestern / Elisabethinen
Interne Abteilungen I, Hämatologie, Internistische Onkologie, Hämostaseologie, Gastroenterologie und Stammzelltransplantation

Seilerstätte 4
4010 Linz
Oberösterreich

Download vCard

Prim. Univ.-Prof. Dr. Andreas Petzer ist in dieser Abteilung Abteilungsleiter.

„Die Chronische Myeloische Leukämie ist eine seltene bösartige Erkrankung, die, ausgehend von so genannten Blutstammzellen im Knochenmark, zu einer unkontrollierten Vermehrung von weißen Blutzellen führt", erklärt Univ.-Prof. Andreas Petzer.

Chronische Myeloische Leukämie im Überblick (CML)

Was ist eine Chronische Myeloische Leukämie (CML)?

Die Chronische Myeloische Leukämie ist eine bösartige Erkrankung, die von so genannten Blutstammzellen im Knochenmark ausgeht. Dies führt zu einer unkontrollierten Vermehrung von weißen Blutzellen (so genannten Granulozyten).

Epidemiologische Zahlen

Die CML ist eine seltene Erkrankung mit ein bis zwei Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner im Jahr. In der Gruppe der Leukämien beträgt der Anteil an Patienten mit Chronischer Myeloischer Leukämie 20 %. Sie kann in jedem Lebensalter auftreten, ist jedoch bevorzugt eine Erkrankung des höheren Lebensalters. Der Erkrankungsgipfel liegt bei ca. 50 Jahren.

Vorsorge

Eine spezielle Vorsorge ist schwer möglich, zumal die auslösende Ursache in der Regel nicht fassbar ist. Als Risikofaktoren gelten ionisierende Strahlen, chemische Agenzien wie Benzol sowie Medikamente im Rahmen einer Chemotherapie oder so genannte Immunsuppressiva (Medikamente, welche die Abwehrkraft des Körpers senken). Der Erkrankung liegt eine ganz spezifische und genau definierte genetische Veränderung zugrunde, das Philadelphia-Chromosom. Dieses entsteht durch einen Austausch von Erbmaterial zwischen den Chromosomen 9 und 22. Diese Veränderung in der Erbsubstanz der Leukämiezelle führt letztlich zum unkontrollierten Wachstum der weißen Blutzellen.

Früherkennung

Die Erkrankung beginnt meist schleichend und symptomlos bis symptomarm. Heute wird ein Großteil der Patienten im Rahmen von Routine-Blutuntersuchungen diagnostiziert. Typischerweise findet man dabei eine Vermehrung der weißen Blutkörperchen und ihrer Vorstufen, welche normalerweise nur im Knochenmark vorhanden sind.

Symptome

Die Symptome am Beginn der Erkrankung sind meist unspezifisch. Der Beginn ist oft symptomlos bis symptomarm. Allgemeinsymptome wie Müdigkeit, Leistungsminderung, Nachtschweiß, Gewichtsverlust und Fieber können vorkommen. In fortgeschritteneren Stadien kommt es zu einer Vergrößerung der Milz, die zu einem typischen Druckgefühl im Oberbauch führen kann.