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Hauptinhalte

Aggressive Non-Hodgkin Lymphome

Prim. Univ.-Doz. Dr. Michael Fridrik

Kepler Universitätsklinikum
Klinik für Interne 3 - Schwerpunkt Hämatologie und Onkologie

Krankenhausstraße
4021 Linz
Oberösterreich

+43-732-78066197
+43-732-78066198
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www.linz.at
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Prim. Univ.-Doz. Dr. Michael Fridrik ist in dieser Abteilung Abteilungsleiter.

„Aggressive Non-Hodgkin Lymphome sind Krebserkrankungen der Lymphknoten. Man unterscheidet zwischen B-Zell und T-Zell Lymphomen, die wiederum in weitere Untergruppen unterteilt werden", sagt Univ. Doz. M. Fridrik.

Aggressive Non-Hodgkin Lymphome im Überblick

Was sind aggressive Non-Hodgkin Lymphome (NHL)?

Aggressive NHL sind Krebserkrankungen der Lymphknoten. Die Lymphknoten oder das lymphatische System sind ein Teil des Immunsystems. Man unterscheidet B-Zell und T-Zell Lymphome. Diese werden wieder in weitere Untergruppen unterteilt. Jede dieser Untergruppen hat einen unterschiedlichen Verlauf und muss anders behandelt werden.

Epidemiologische Zahlen (zu Inzidenz, Prävalenz, Mortalität)

Die Inzidenz hat in den 70er und 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts stark zugenommen, stabilisierte sich aber seit den 90er Jahren. Die Ursachen dafür sind vielfältig und nicht völlig geklärt. NHL sind Erkrankungen des höheren Lebensalters. Mit höherer Lebenserwartung treten sie häufiger auf. Auch bei Immundefekten, wie z. B. AIDS, treten NHL öfter auf. Insektizide, Fungizide und Pestizide, wie sie früher in der Landwirtschaft verwendet wurden, können auch eine Rolle spielen. Die in Frage kommenden Substanzen sind seit den 60er Jahren verboten.
Am häufigsten kommt das diffus großzellige B-Zell Lymphom vor. Es stellt 30-58% aller NHL und hat in Europa eine Inzidenz von 5-6 auf 100.000 Einwohner pro Jahr. Ohne Behandlung führen die aggressiven NHL meist innerhalb von mehren Monaten zum Tod.

Vorsorge

Durch das Verbot von gewissen Pestiziden, Fungiziden und Insektiziden wurde bereits Vorsorge getroffen. Es sind keine speziellen Verhaltensmaßnahmen bekannt, die das Risiko vermindern. Eine ausgewogene Ernährung, ohne Alkohol und Rauchen und regelmäßiges Ausdauertraining fördern aber die allgemeine Gesundheit. Durch diese Verhaltensregeln besteht eine größere Chance, Erkrankungen, sollten sie dennoch auftreten, besser behandeln zu können.

Früherkennung

Die Krankheit beginnt meist mit einer Schwellung von Lymphknoten. Schwellungen von Lymphknoten sind aber auch bei anderen Erkrankungen häufig, ohne dass ein Risiko einer Krebserkrankung besteht. Bei einer Lymphknotenschwellung über 15 mm Größe sollte der Hausarzt aufgesucht werden, wenn diese nicht innerhalb von 2 Wochen vergeht. Häufig treten harmlose Lymphknotenschwellungen als Reaktion auf eine Impfung, Verletzung oder Infektion auf. Da es sich um eine seltene Krankheit handelt, ist eine Vorsorgeuntersuchung nicht zielführend.

Symptome

Außer den Schwellungen von Lymphknoten sind die Beschwerden allgemein und uncharakteristisch. Starker Nachtschweiß, der einen Wechsel des Nachtgewandes notwendig macht, Juckreiz, Fieber ohne Infektion, ungeklärte Gewichtsabnahme oder ein Leistungsknick treten bei vielen Erkrankungen auf, so auch bei NHL.