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Hauptinhalte

Stammzellen

Univ.-Prof. Dr. Dirk Strunk

Paracelsus Medizinische Privatuniversität
Institut für Experimentelle und Klinische Zelltherapie & Querschnitt- und Geweberegenerationszentrum

Strubergasse 21
5020 Salzburg

+43-662-4420020
+43-662-4420021209

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Univ.-Prof. Dr. Dirk Strunk ist in dieser Abteilung Abteilungsleiter.

„Stammzellen sind sehr unreife Zellen, die sich selbst erneuern aber zugleich auch ausreifende Tochterzellen bilden können. Blutstammzellen sind die bestuntersuchten Stammzellen," sagt Dr. Dirk Strunk.

Stammzellen im Überblick

Was sind Stammzellen?


Stammzellen sind sehr unreife Zellen, die sich selbst erneuern aber zugleich auch ausreifende Tochterzellen bilden können. Blutstammzellen sind die bestuntersuchten Stammzellen und dienen in vielerlei Hinsicht als Modell im Vergleich zu anderen Stammzellen.

Begriffsentstehung

 
Der Begriff „Stammzelle“ taucht erstmals 1868 in der Literatur auf. In seiner Arbeit über die „Natürliche Schöpfungsgeschichte“ verwendet der Jenaer Professor Dr. Ernst Haeckel den begriff Stammzelle um einzellige Organismen zu beschreiben, die er als entwicklungsgeschichtlichen Ursprung und Vorläufer aller mehrzelligen Lebewesen betrachtete (Dr. E. Haeckel, ‚Natürliche Schöpfungsgeschichte’; erschienen 1868 im Verlag Georg Reimer, Berlin).

Historie


Dr. Arthur Pappenheim, bekannt unter anderem für seine Untersuchungen zur Blutbildung, verwendete den Begriff Stammzelle 1905 erstmals für die Ursprungszelle aller Blutzellen.

Am 1. Juni 1909 referierte der russische Wissenschaftler Dr. Alexander Maximow in einem Demonstrationsvortrag in einer außerordentlichen Sitzung der Berliner Hämatologischen Gesellschaft unter dem Titel: „Der Lymphozyt als gemeinsame Stammzelle der verschiedenen Blutelemente in der embryonalen Entwicklung und im postfetalen Leben der Säugetiere“.

Potenzial der Stammzellen


Der Begriff der Pluripotenz, der Fähigkeit, fast alle Zellen eines ausgewachsenen Organismus begründen zu können, wurde erstmals für Tumorzellen verwendet. Der amerikanische Wissenschaftler Dr. Leroy Stevens beschrieb 1953 sogenannte Mischtumoren bei Mäusen, die sowohl reife als auch verschiedene unreife Zellen und Gewebearten enthielten. Ähnliche Tumoren bilden auch embryonale Stammzellen. Die Gewinnung von embryonalen Stammzellen (juristisch bezeichnet als ‚entwicklungsfähige Zellen‘) ist im Fortpflanzungsmedizingesetz der Republik Österreich in der gültigen Fassung vom 2.4.2011 verboten (Referenz siehe Anhang). Die Forschung mit bereits vorhandenen embryonalen Stammzellen ist in Österreich aufgrund des Fehlens eines Stammzell - Gesetzes nicht geregelt.

Stammzelltransplantation

Die Natur der Blutstammzellen im Knochenmark wurde erstmals von den kanadischen Wissenschaftlern Dr. Ernest McCulloch und Dr. James Till in den 1960-er Jahren entdeckt. Die Tatsache, dass es sich dabei um Untersuchungen zur Strahlenempfindlichkeit von Knochenmark und insbesondere den Einfluss radioaktiver Strahlen auf die im Knochenmark enthaltenen Blut – Stammzellen handelte, erhält 2011 neue Aktualität.

Der amerikanische Arzt Dr. E. Donnall Thomas führte mit seinem Team die erste Knochenmarktransplantation durch. Für diese Leistung erhielt er 1990 den Nobelpreis für Medizin.